SECURITY
Technische und organisatorische Massnahmen (TOM)
Version 1.1 · DE
TECHNISCHE UND ORGANISATORISCHE MASSNAHMEN (TOM) — VERSION 1.0 · 15.09.2026
Tenant isolation / Mandantentrennung
Organisationsbezogene Entitäten und serverseitige Autorisierung; Frontend-Filterung wird nicht als Mandantentrennung verwendet.
Authentication / Authentifizierung
Passwörter werden gehasht gespeichert; Setup-/Reset-Tokens werden als Hashes gespeichert. Session-Cookies verwenden in Produktion HttpOnly, SameSite und Secure.
Agent authentication
Agent-Credentials werden als Hashes gespeichert; Enrollment-Tokens sind gehasht, zeitlich begrenzt, widerrufbar und für einmaliges Enrollment vorgesehen.
Secret protection / Secrets
YCM-Zugangsdaten und PBX-API-Secrets werden auf Anwendungsebene verschlüsselt. Secrets dürfen nicht geloggt, in HTML offengelegt oder unnötig per E-Mail versendet werden.
Authorization / Berechtigung
RBAC- und Organisationsprüfungen erfolgen serverseitig. Berechtigungszustand ist DB-basiert; Redis darf als nicht-autoritärer Cache dienen.
Transport security
HTTPS/TLS ist für öffentliche Anwendung und Agent-Kommunikation erforderlich. Produktion verwendet HSTS und grundlegende Security Headers.
Browser security
X-Content-Type-Options, Frame-Schutz, Referrer-Policy, Permissions-Policy und CSP-Basis sind konfiguriert; unsichere Browser-Anfragen werden kontrolliert.
Rate limiting / Abuse prevention
Login-Throttling und ausgewählte API-Rate-Limits sind implementiert; Reflector-Design verwendet kurzlebige Autorisierung und Missbrauchsschutz.
Auditability
Organisations- und Plattform-Audit-Logs protokollieren sicherheits- und administrationsrelevante Aktionen mit Actor, Organisation, Aktion, Metadaten und Zeitstempel, soweit anwendbar.
Data minimisation
Heartbeat-Persistenz aktualisiert den aktuellen Zustand statt pro Heartbeat eine neue Zeile zu speichern; aktuelle Zustände werden von Ereignisverläufen getrennt.
Resilience / Verfügbarkeit
Background Jobs sind auf Idempotenz, Locking und Retry ausgelegt; PostgreSQL bleibt persistente Source of Truth und Redis ist für Autorisierung nicht autoritativ.
Deletion / Löschung
Nach Beendigung gilt grundsätzlich eine 30-tägige Offboarding- und Wiederherstellungsperiode. Organisationsbezogene Daten können anschliessend über den kontrollierten Billing-Purge-Workflow und Foreign-Key-Cascades entfernt werden; gemeinsam genutzte Benutzer bleiben erhalten, wenn sie weiteren Organisationen angehören. Rechtlich oder betrieblich erforderliche Nachweis-, Audit- und Billing-Daten werden getrennt behandelt. Sicherungskopien bleiben bis zum Ablauf des jeweils geltenden Backup-Lebenszyklus geschützt.
Subprocessor governance
Eine aktuelle Subprocessor-Liste wird geführt; DPA/SCC bzw. geeignete Transfermechanismen werden nach Bedarf eingesetzt. Änderungen an Unterauftragsbearbeitern, die Kundendaten bearbeiten, werden gemäss DPA kommuniziert.
Security incident handling
Ein Incident-Response-Verfahren mit Triage, Eindämmung, Beweissicherung, Kundenbenachrichtigung und Eskalation ist im internen Security Incident Runbook dokumentiert.
Access to production data
Zugriff auf Produktions-/Kundendaten erfolgt nur nach Need-to-know/Least-Privilege. Support-Zugriff, Vertraulichkeit, Auditierbarkeit, Widerruf und periodische Zugriffsprüfungen sind in der internen Production Support Access Policy geregelt.